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UV-Index: Skala, Schwellen und der richtige Schutz

Der UV-Index ist ein international einheitliches Maß für sonnenbrandwirksame Strahlung. Ab Stufe 3 empfiehlt die WHO Schutzmaßnahmen. Der angezeigte Wert ist der erwartete Tageshöchstwert um die Mittagszeit.

Was sagt der UV-Index aus?

Der UV-Index beschreibt die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung am Boden. Die Skala ist nach oben offen; in Deutschland erreicht sie im Sommer meist 8 bis 9, in Hochlagen bis 11. Wichtig für die Interpretation: Angezeigt wird der erwartete Tageshöchstwert, der in der Regel um die Mittagszeit erreicht wird. Morgens und abends liegt die Belastung deutlich darunter.

Die Skala und ihre Empfehlungen

UV-IndexStufeEmpfehlung (BfS/WHO)
1 bis 2geringKein Schutz nötig
3 bis 5mittelAb 15 bis 20 Minuten draußen: Sonnenschutz. Mittags Schatten
6 bis 7hochSchatten, Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Creme LSF 30+
8 bis 10sehr hochMittags möglichst drinnen; draußen konsequent Kleidung plus Creme
11+extremAufenthalt im Freien meiden

Was viele unterschätzen

UV-Strahlung ist nicht an Hitze gekoppelt. Ein kühler, leicht bewölkter Junitag kann einen höheren UV-Index haben als ein heißer Augustnachmittag, denn leichte Bewölkung lässt bis zu 90 Prozent der Strahlung durch. Wasser, Schnee, heller Sand und helle Fassaden reflektieren zusätzlich und erhöhen die tatsächliche Belastung über den angezeigten Wert hinaus.

Die Regeln im Einzelnen

  • Ab wann braucht es Sonnencreme und wie viel? — Ab UV-Index 3, wenn du länger als 15 bis 20 Minuten draußen bist. Mindestens Lichtschutzfaktor 30, für den ganzen Körper rund 40 Milliliter, aufgetragen 20 bis 30 Minuten vor dem Rausgehen.
  • Welcher Sonnenschutz gilt für Kinder und Babys? — Säuglinge unter einem Jahr gehören nicht in die pralle Sonne und bekommen keine Sonnencreme: Schatten und Kleidung schützen sie. Ab dem zweiten Lebensjahr gilt Lichtschutzfaktor 50+ zusätzlich zu Kleidung und Hut.
  • Warum ist die UV-Belastung am Wasser und im Schnee höher? — Schnee, heller Sand und Wasser reflektieren UV-Strahlung und addieren sie zur direkten Strahlung. Frischer Schnee wirft bis zu 80 Prozent zurück. Die tatsächliche Belastung liegt über dem angezeigten UV-Index. Regel: eine Schutzstufe strenger und LSF 50+.
i Kein medizinischer Rat. Bei Asthma oder Herz-Kreislauf-Vorerkrankung bitte ärztlichen Rat einholen.