Welcher Sonnenschutz gilt für Kinder und Babys?
Säuglinge unter einem Jahr gehören nicht in die pralle Sonne und bekommen keine Sonnencreme: Schatten und Kleidung schützen sie. Ab dem zweiten Lebensjahr gilt Lichtschutzfaktor 50+ zusätzlich zu Kleidung und Hut.
Warum Kinderhaut anders behandelt wird
Kinderhaut ist dünner und ihre Eigenschutzmechanismen sind noch nicht ausgereift. Sonnenbrände erhöhen in jedem Lebensalter das Melanomrisiko, das zeigt die Studienlage klar. Die Kindheit ist aber ein besonders kritisches Fenster: Ein Großteil der lebenslangen UV-Dosis fällt vor dem 18. Lebensjahr an, und Sonnenschutz in dieser Zeit bringt laut WHO den größten Präventionsnutzen. Der UV-Schutz in den ersten Lebensjahren ist deshalb eine der wirksamsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt.
Die Regeln nach Alter
Im ersten Lebensjahr: keine direkte Sonne und keine Sonnencreme. Die Haut von Säuglingen soll nicht mit UV-Filtern belastet werden; Schatten, luftige, dicht gewebte Kleidung und ein Hut mit Nackenschutz übernehmen den Schutz vollständig.
Ab dem zweiten Lebensjahr: Kleidung und Hut bleiben die erste Verteidigung, unbedeckte Stellen bekommen Sonnencreme mit LSF 50+. Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr möglichst meiden, auch im Schatten von Sonnenschirmen (Streustrahlung).
Der Tages-Check verschärft die UV-Empfehlung automatisch, wenn im Profil „Kinder im Haushalt“ gesetzt ist.