Wäscht Regen die Pollen aus der Luft?
Ja, längerer Regen wäscht Pollen aus — die Stunden danach sind das beste Lüftungsfenster für Allergiker. Aber: In den ersten etwa 30 Minuten eines Regens kann die Belastung kurz ansteigen.
Der Auswascheffekt
Regentropfen sammeln auf ihrem Weg nach unten Pollen ein und binden sie am Boden. Nach einem längeren, gleichmäßigen Regen ist die Luft deshalb spürbar pollenärmer — für Allergiker die beste Gelegenheit zum Stoßlüften, Spazierengehen oder Sport im Freien, unabhängig von Tageszeit und Wohnlage.
Die Ausnahme: die ersten 30 Minuten
Zu Beginn eines Regens passiert kurzzeitig das Gegenteil: Fallwinde und die ersten Tropfen holen Pollen aus höheren Luftschichten herunter, die Konzentration in Bodennähe kann vorübergehend steigen. Wer empfindlich reagiert, wartet die erste halbe Stunde ab und öffnet die Fenster erst danach. Bei Gewittern ist dieser Effekt drastisch verstärkt — siehe Gewitterasthma.
Wie der Tages-Check die Regel anwendet
Wenn es bei vorher erhöhter Pollenbelastung seit mindestens einer Stunde regnet, ersetzt der Tages-Check die übliche Lüftungsempfehlung durch den Hinweis auf das aktuelle Lüftungsfenster. Ohne Regen gilt die Stadt-Land-Zeitregel.