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Regenvorhersage: Was Radar und Nowcast wirklich können

Kurzfristige Regenvorhersagen kombinieren Radarmessung (wo regnet es jetzt) mit Nowcasting (wohin ziehen die Zellen). Auf 90 Minuten sind sie sehr zuverlässig, danach nimmt die Genauigkeit deutlich ab.

Woher weiß die Vorhersage, wann es regnet?

Der DWD betreibt einen Verbund aus 17 Niederschlagsradaren, die alle fünf Minuten ein vollständiges Bild des Niederschlags über Deutschland liefern. Für die kommenden ein bis zwei Stunden wird daraus per Nowcasting berechnet, wohin Regenzellen ziehen. Für den Rest des Tages übernehmen Wettermodelle wie das ICON-Modell des DWD.

Wie zuverlässig ist „Regen ab 16 Uhr“?

Als Faustregel: Je kürzer der Zeithorizont, desto präziser. Innerhalb der nächsten 90 Minuten ist die Zugbahn vorhandener Regenzellen gut berechenbar. Bei Schauern und Gewittern im Sommer bleibt aber ein Grundrisiko: Sie entstehen teils spontan und lokal, sodass eine Stunde Unterschied oder ein Treffer im Nachbarort immer möglich sind. Der Tages-Check formuliert deshalb bewusst mit „etwa“ und rundet auf Stunden.

Was der Tages-Check daraus macht

Statt einer Regenwahrscheinlichkeit in Prozent (die viele falsch interpretieren) übersetzt der Tages-Check die Vorhersage in den praktischen Kern: Bleibt es trocken, bis du draußen warst? Reicht das Fenster für die Wäsche? Und in Kombination mit dem Pollenflug: Wäscht der Regen die Luft frei fürs Lüftungsfenster danach?

So entscheidet der Tages-Check konkret

Damit die Empfehlung keine Blackbox bleibt, hier die tatsächliche Logik hinter der Regen-Kachel. Der Tages-Check liest die stündliche Niederschlagsvorhersage (Modell DWD-ICON über Open-Meteo) für den Rest des heutigen Tages und wertet erst ab 0,2 Millimeter pro Stunde als „Regen” (darunter ist es messtechnisch Nieselgrenze, alltagspraktisch trocken). Findet er den ersten Regen erst in mehr als vier Stunden, meldet er „Trocken bis etwa X Uhr, Wäsche kann raus”. Liegt der erste Regen näher, wird die Formulierung dringlicher. Regnet es schon jetzt, sucht er die nächste trockene Stunde und nennt sie. Alle Zeiten werden bewusst auf ganze Stunden gerundet und mit „etwa” versehen, weil die Vorhersage genau das hergibt und keine Scheingenauigkeit vortäuschen soll. Die Werte werden 15 Minuten zwischengespeichert, damit ein erneuter Blick aufs Handy keine unnötige Last erzeugt.

Die Regeln im Einzelnen

  • Wie liest man ein Regenradar richtig? — Ein Regenradar zeigt gemessenen Niederschlag der letzten Stunden und dessen berechnete Zugbahn für die nächsten ein bis zwei Stunden. Farben codieren die Intensität. Verlässlich ist vor allem der Zeitraum bis 90 Minuten.